HERRENMAGAZIN + BIKINI BEACH – «WDR Rockpalast-Festival – TV-Aufzeichnung»

*Exkl. Harmonie Abholpreis:

29,00 €

*Exklusiver Abholpreis in der Harmonie bis 1 Tag vor Veranstaltungsbeginn.

Harmonie & WDR Rockpalast proudly presents ****************************************************** HERRENMAGAZIN 2023, nach jahrelanger Pause, erwachte die Kapelle Herrenmagazin aus dem Schlaf der Vernunft, um vereinzelt wieder aufzutreten. Die vier Hamburger, die Indie-Rock mit schnoddriger Eleganz und Verve salonfähig und sich dann jahrelang rar gemacht hatten, hatten zuvor mit vielem gerechnet, bevor sie sich auf Tournee begaben: mit Enttäuschung, nostalgischer Stagnation, sogar mit Ernüchterung. Doch es trat das ein, was die Gruppe nicht erwartet hatte: ein Empfang aus vollem Herzen. Die Konzerte waren ausverkauft oder mussten in größere Räumlichkeiten verlegt werden. Weswegen sogar diese Band nun ihren lieb gewonnenen Pessimismus vergaß und wieder voller Zuversicht in die Zukunft blickt. Sie begeben sich wieder auf Tournee. Es geht um die Freude an der Musik und an der gemeinsam verbrachten Zeit. „Ihr habt uns nach zehn Jahren weitestgehender Untätigkeit den denkbar wärmsten Empfang beschert“, so die Band, „wir haben uns aus einer Melange von Glückseligkeit und einer Prise Übermut dazu entschieden, dem noch etwas hinzuzufügen. Diese Entscheidung basiert auf zwei Erkenntnissen: Erstens, dass es uns seit über 20 Jahren gibt, ist ein Wunder. Eines, das - nebenbei bemerkt - euch zu verdanken ist. Dies allein ist ein Grund zu feiern. Zweitens: Die Zukunft ist ungewiss. Jede Ehe hat ein Erfolgsrezept. Unseres ist Freundschaft und Chaos. Dieses von Ungewissheit durchzogene Erfolgsrezept ist grundsätzlich und weiterhin unberechenbar und wurde in der Vergangenheit auf eine harte Probe gestellt. Wir möchten Fehler nicht wiederholen. Keine Angst, wir lösen uns nicht auf und hiermit wird keine erneuten Äonen währende Pause angekündigt. Es wird auch keine zehn Jahre mehr bis zur nächsten Platte dauern – das sei hiermit hoch und heilig versprochen. Wir wollen, dass es diese Band noch sehr lange gibt. Das ist aber keine Selbstverständlichkeit und bedarf eines verantwortungsvollen Umgangs mit persönlichen Kapazitäten und Ambitionen. Es hat sich gezeigt, dass wir dann am besten sind, wenn diese zwei Faktoren in einem gesunden Gleichgewicht liegen. Was aber bedeutet dieses kryptische Gewäsch? Wir werden dieses und nächstes Jahr auf Tournee und (sofern man uns lässt) auf einigen Festivals spielen. Wie sehr wir uns darauf freuen, liegt jenseits des Beschreibbaren. Wir sind von dem Zuspruch, den wir erfahren, überwältigt, irritiert und bestätigt, vor allem aber ermutigt und motiviert. Anschließend möchten wir gemeinsam mit euch all das feiern, was eben nicht selbstverständlich ist: Dass es uns gab, gibt und dass ihr da wart und noch immer da seid. Insofern bleibt an dieser Stelle nicht mehr viel zu sagen, außer demütigen Dank auszusprechen und euch alle einzuladen, an diesem Größenwahn teilzuhaben.“ Herrenmagazin, das sind gute Lieder von guten Leuten.

Harmonie & WDR Rockpalast proudly presents

Gefrässige Raupen und wunderschöne Schmetterlinge. Zuckerbrot und Peitsche.

Fuzzige Riffs und zuckersüße Melodien. Bikini Beach setzen auf ihrem neuen Album

auf Kontraste. „Cursed“ ist schon Album Nummer sieben der Grenzgänger vom

Bodensee. Sänger und Gitarrist Nils Hagstrom und Bassistin Charlotte Love wohnen

in Konstanz, Schlagzeuger Flip kommt aus der nahen Schweiz.

„Seit 2020 ist alles wie verflucht“, erklärt die Band den Albumtitel. „Als wir für unser

fünftes Album „Atoll“ im Studio waren, fing gerade die Corona-Pandemie an. Das

überschattete nicht nur den Release und die kommenden Touren komplett, sondern

brachte auch viel Unheil, Angst und Chaos mit sich. Nicht mal zwei Jahre später

dann der Ausbruch des Krieges in Europa, der immer noch andauert. Welcher Mist

kommt wohl noch alles auf uns zu?“

2025 klingen Bikini Beach düsterer als bisher. Kein Wunder, bei all dem Scheiß um

uns herum. In den Texten geht es um sehr persönliche Probleme oder die Wut auf

die Gesamtsituation. Der Planet geht vor die Hunde, Nazis und Populisten feiern

Wahlsiege und in der Nachbarschaft fliegen Bomben und Marschflugkörper. „Uns ist

bewusst, dass wir zwar einerseits in einer super privilegierten Gesellschaft leben,

aber gleichzeitig wird man teilweise einfach nur fassungslos über aktuelle

Geschehnisse“, so die Band.

May The Fuzz Be With You

Trotzdem ist da diese wundervolle Musik. Gitarrist Nils, Bassistin Charlotte und

Drummer Manuel nehmen uns an die Hand und ziehen uns in den hintersten Winkel

des Kaninchenbaus. Da wo die Karotten blau sind, der Boden leuchtet und die

Löwenzahnblätter nach Marzipan schmecken. Herrlicher schrammeliger Lo-Fi￾Sound, gepflegte Slacker-Attitude. Mit einer Prise Surf und Psychedelic. Bester

Sixties-Garagen-Sound wie aus der Hitschmiede von Fuzztones oder Miracle

Workers. Dabei haben die Fuzz-Darlings aus Konstanz nichts mit den Helden der

Eighties am Hut.

„Diese Bands kannten wir tatsächlich bis vor kurzem gar nicht“, sagt Nils zu den

Wurzeln von Bikini Beach. „Eigentlich gibt es null Verbindung zu den Eighties wie

auch zu den Seventies. Die haben sich auch nur an den Sixties orientiert, wie wir.

Unsere Wurzeln gehen auf die frühen Alben von Ty Segall, Thee oh Sees, Sixties￾Garage wie Them, Link Wray, oder ganz einfach die Beatles zurück. Manchmal

schleichen sich auch klassische Black Metal Licks, die Stimmung von Joy Division

oder Nirvana-ähnliche Riffs ein.“

Declaration Of Fuzz

Die Produktion von „Cursed“ war wieder ziemlich DIY. Aufgenommen haben Bikini

Beach größtenteils im eigenen Proberaum am Bodensee. Das Schlagzeug haben sie

wieder im Elbdeich-Studio in Hamburg mit ihrem Labelboss Velvet Bein recorded.

Flip hat den letzten Schliff bei sich zu Hause gemacht, Percussions eingespielt und

weirde Synth Noises gebastelt, außerdem hört man seine Mutter wieder am Ende in

den Backing Vocals singen. Großartig.

Für den Mix konnte die Band einen echten Fachmann gewinnen: Ärzte-Bassist

Rodrigo „Rod“ González. „Letztes Jahr im Sommer hatte er schon unsere Single

gemischt. Da haben wir gemerkt, dass die Zusammenarbeit mit ihm super ist und er

all unsere Wünsche perfekt umsetzen kann. Es hat auch dieses Mal wieder tadellos

funktioniert, wir sind echt mehr als happy mit dem Ergebnis“, schwärmt die Band.

Until The Fuzz Takes Us

Für das farbenfrohe Artwork, das wirkt wie aus einem Biologie-Buch, ist Bassistin

Lotti verantwortlich. „Beim Albumcover haben wir lange überlegt, wer das machen

kann“, lässt die Band wissen. „Am Ende wollte Lotti etwas im Stil von Maria Sibylla

Merian illustrieren, einer großartigen Wissenschaftlerin und Künstlerin, die Insekten

studiert hat. Den Kontrast zwischen einer schönen Illustration und etwas als eher

eklig betitelten wie Insekten fanden wir einfach passend.“

Wolfram Hanke (Zündfunk, Ox)

Veranstalter: In-Takt Veranstaltungs GmbH