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| 17.03.2010 - 19:15 Uhr | VVK: 15,50 € AK: Preis folgt | ||||||||||||||||||||||||||||
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| MICHELS + GEMMA RAY WDR Crossroads-Festival - TV-Aufzeichnung | |||||||||||||||||||||||||||||
| In-Takt Veranstaltungs GmbH & WDR Rockpalast proudly present MICHELS + GEMMA RAY WDR Crossroads-Festival - TV-Aufzeichnung 17. März 2010 Einlass: 18.30 Uhr Beginn: 19.15 Uhr Michels: Mit seinem aktuellen Album „Zuhause“ hat der Singer / Songwriter Wolfgang MICHELS 2008 Fans, Medien und Kollegen begeistert. Selbst UDO LINDENBERG zog seinen Hut: "Hammerscheibe, krieg ich lange Ohren, für Überraschungen gut, da zück ich meinen Hut. Geile LP – Weltmeistersongs!" und wünschte ein wohlwollendes "Power On!" Das renommierte Musikmagazin „Musikexpress“ attestierte dem Ausnahmekünstler Michels ein überraschendes Comeback – „Ein Dutzend Songs für die Ewigkeit“. MICHELS stellte sein Album bei diversen Live- und TV-Auftritten (SAT1, ZDF, NDR u.a.) sowie in zahlreichen bundesweiten Rundfunk-Interviews vor. Im August 2008 trat er als Special Guest beim Hamburger NEIL YOUNG-Konzert auf. 2009 finden weitere Aktivitäten wie Konzerte, Radio- und TV-Auftritte statt. Biografische Daten: Überraschend landete im Mai 1968 der blutjunge Musiker Michels mit seinem selbstproduzierten Song "Desert Walker" bei der Londoner BBC unter den Pseudonym "One Plus None" auf Platz 2 hinter den Rolling Stones in den BBC-Charts. Der legendäre Stones-Entdecker und "Vater des weißen Blues" ALEXIS KORNER lud Michels daraufhin nach London ein und wurde sein Förderer. In den frühen 70er Jahren sorgte Michels als Sänger und Gitarrist mit seiner Psychedelic-Rockband PERCEWOOD’S ONAGRAM - der ersten deutschen Independent-Band - für Aufsehen und produzierte vier Alben mit ausschließlich von Michels getexteten und komponierten Songs. Nach dem Split der Band ging Michels zunächst nach London, wo er u. a. im legendären Marquee Club auftrat. Später zog es Michels nach San Francisco, wo er als erster Deutscher Musiker in Kalifornien / USA zwei Solo-Alben unter der Regie des NEIL YOUNG-Produzenten JOHN NOWLAND aufnahm, die zu hochgelobten Kult-Alben avancieren. Für "Full Moon California Sunset" erhielt Michels 1978 den Deutschen Schallplattenpreis, der Vorläufer des heutigen „Echo“. Bis Mitte der 80er Jahre veröffentlichte Michels drei exzellente, wegweisende Solo-Alben mit deutschen Texten, die in Zusammenarbeit mit RIO REISER entstanden. Es erschienen verschiedene Single-Auskopplungen und schließlich 1990 der Hit "Dancin' On The Edge Of Life" unter dem Pseudonym Percewood. Der Song hielt sich viele Wochen in den deutschen Single-Charts. In den 90er Jahren kamen diverse Alben von Michels & Percewood's Onagram als CDs heraus. 2003 veröffentlichte WSM / Warner Music erstmalig komplett alle Alben von Michels und Percewood's Onagram – digitally remastered – mit raren & unveröffentlichten Bonustracks. Zusätzlich erschienen erstmals zwei Best-Of-Alben. FETTES BROT landete im selben Jahr einen Chart-Hit mit dem Michels/Reiser-Song „Ich bin müde“, den die FAZ als einen der besten Songs des Jahres würdigte. Das wirklich Beste kam jedoch 2008 mit der Michels-CD "Zuhause" auf den Markt. Vierzehn neue deutschsprachige Songs verschiedener Genres, aufgenommen mit jungen Musikern im Hamburger Home Studio unter der Leitung von Franz Plasa. Im Sommer 2009 war Michels mit seiner jungen Band Special Guest bei der kompletten Deutschland-Tour von NEIL YOUNG und begeisterte das kritische Publikum. Zur Zeit arbeitet Wolfgang Michels im Studio an neuen Songs für sein neues Album, das 2010 erscheinen soll. Text: Regina Sommerfeld January 2010 www.wolfgang-michels.de www.myspace.com/wolfgangmichels GEMMA RAY Lights Out Zoltar! „Auch wenn ich es unter medizinischen Gesichtspunkten noch nicht bin, so fühle ich mich mittlerweile meistens gesund. Das gab mir die Kraft und Zuversicht, ein Album zu machen, das auch einmal die schönen Seiten des Lebens umarmt, das von Wärme, Zuversicht und Hoffnung erzählt. Das eine ganz andere Seite von mir präsentiert.“ Gemma Ray im Mai 2009 Es lag zwar nur ein Jahr zwischen Gemma Rays fulminant gefeiertem Debüt „The Leader“ und der Fertigstellung ihres zweiten Albums „Lights Out Zoltar!“. Und doch war es ein Jahr, dass es in sich hatte. In der Heimat wurde sie gefeiert für ihr brillant zeitloses, ungewöhnlich dunkles Debütalbum, das nicht nach schnellem Erfolg mit tumben Hits schielte, sondern ganz auf die Qualitäten eines klassischen ‚Growers’ setzte, der seine mystische Qualität erst nach vielen Durchläufen entfaltet und sich auf angenehm fröstelnde Art im Ohr einnistet. Während sie mit dem Album im vergangenen Jahr ohne Unterlass tourte, erhielt sie begeisterte Kommentare wie den vom arrivierten britischen ‚Q’: „Stellt euch Norah Jones auf Amy Winehouses Drogen vor.“ Und das altehrwürdige Mojo Magazin schrieb: „Sie sitzt brillant zwischen Nina Simone und Isobel Campbell – und ist die bessere Version davon.“ Dabei hatte und hat Gemma Ray noch immer zu kämpfen. Nicht so sehr mit der Kreativität – diese fließt bei ihr in einer Weise, dass sie aus den Songs zu einem Album problemlos jedes Mal auch zwei bis drei Longplayer zusammen bekäme. Es ist vielmehr diese mysteriöse Krankheit, die Folge einer früheren Blutvergiftung, die dazu führte, dass Gemma die Jahre 2005 und 2006 größtenteils in Krankenhäusern und in einem sedierten Zustand verbrachte, ausgelöst durch eine Vielzahl sehr starker Medikamente. „Dies erklärt auch die große Dunkelheit des Debüts“, gesteht sie leicht bitter lachend. „Ich befand mich während des Schreibens durchgehend auf Droge. An manche Arbeitstage kann ich mich nur sehr schemenhaft erinnern.“ Überdies entstand das Debüt aus Kostengründen in einer sehr kurzen Zeitspanne, was für eine ausgewiesene Perfektionistin, als die sich Gemma selber beschreibt, naturgegeben zu kleinen Unzufriedenheiten führte. „Wir mussten oft die erste zündende Idee gleich nehmen“, sagt sie. „Für Experimente blieb wenig Raum.“ Geholfen hat ihr dabei der kreative Austausch mit dem Musiker und Produzenten Michael J. Sheehy, früher Frontmann der großartigen Dream City Film Club und seit einigen Alben erfolgreich als Solokünstler unterwegs. Sheehy gab Gemma die Zuversicht, die sie benötigte, stachelte sie an und ermutigte sie, ihre höchst eigenwillige Form von Singer-/Songwriter-Musik weiterzudenken, die sich mit Elementen von Soul, dunklen Ambient-Texturen, schwermütigem Pop und dem schwarzgefärbten Folk eines Lee Hazelwood zu einem Schmelztiegel kluger und fesselnder Musik verbindet. Für ihr zweites Album mit dem schrägen, laut Gemma nicht wörtlich, sondern vor allem lautmalerisch und in Verbindung mit dem Coverartwork zu verstehenden Titel „Lights Out Zoltar!“ sollte nun vieles anders werden: Mehr Zeit, mehr Raum für Experimente, mehr Lust auf die schönen Seiten des Lebens, kurz: eine Befreiung von den gemachten Erfahrungen. Sie wollte zeigen, erzählt Gemma, „dass auch in mir positive, lebensbejahende Elemente stecken. Natürlich fühle ich mich an manchen Tagen noch immer irre schwach und entmutigt. Aber da ist so viel mehr – vor allem eine wachsende Hoffnung darauf, dass sich alles zum Guten wendet.“ Dabei lässt sich allemal festhalten: Gemma hat ihre ureigene künstlerische Stimme gefunden. Seit ihrem 15. Lebensjahr macht die junge Dame aus Essex Musik, versuchte es zunächst kurzzeitig mit einem bürgerlichen Leben als Azubi in einem Reisebüro, um sich dann doch der Musik zuzuwenden. Ihre ersten drei Alben, veröffentlicht zwischen 2004 und 2006 als Gemma Ray Ritual mit fester Begleitband, ließen ihre Größe indes nur erahnen. Sie hatte sich offenbar noch nicht gefunden, ihrer unkonventionellen Herangehensweise an leise und doch dichte Musik noch nicht wirklich vertraut. Inzwischen ist Gemma ganz klar eine aufrichtige, intensive und nur sich selbst verpflichtete Solokünstlerin. Eines blieb, bei allem Wunsch zur Weiterentwicklung und persönlichen Verwirklichung, indes auch für „Lights Out Zoltar!“ ähnlich: Die Zusammenarbeit mit Michael J. Sheehy, die nicht verwässert werden sollte durch zusätzliche Kollaborateure (bis auf eine gelungene Ausnahme: Das wunderbare Gesangs-Duett mit Labelmate Joe Gideon auf dem Song „(You Got Me In a) Death Roll“). „Zwischen Michael und mir besteht eine derart intensive kreative Verbindung, dass wir diese nicht durch weitere Musiker beeinträchtigen wollten. Nur wir beide bringen bereits so viele unterschiedliche Elemente ein, dass wir mehr als genug Ideen hatten.“ Lediglich die Streicher-Arrangements und einige der Schlagzeugspuren wurden von anderen Musikern ergänzt; der Rest entstand entweder allein oder mit Michael. „Das Entscheidende war die Zeit, die wir dieses Mal hatten – alles konnte behutsam und vorsichtig entstehen.“ Was dazu führt, dass „Lights Out Zoltar!“ von einer klanglichen Größe und Vielschichtigkeit ist, als ob Dutzende großer Musiker ihren Teil beigetragen hätten. Dennoch hat sich die Zusammenarbeit verändert: „Lights Out Zoltar!“ ist mehr denn je ein Solo-Album Gemmas – sie schrieb die Songs, spielte viele der Instrumente, produzierte sich selber. Ganz wollte sie auf den kreativen Austausch mit Sheehy gleichwohl nicht verzichten, auch wenn sein Input an dem neuen Album deutlich kleiner ausfällt und er oft nur noch ein paar kleine Stellschrauben an den grundsätzlichen fertigen Songs anzog. Warum funktioniert es gerade mit Michael so hervorragend? „Wir beide sind ein bisschen wie Schwarz und Weiß, wenn es um die Frage der Ausgestaltung von Musik geht. Beide sind immer getrieben von einer Vision, wie der Song optimal aussehen müsste, und die Vermählung dieser beiden Visionen erzeugt sodann das perfekte Surrounding. Inzwischen können wir uns auf dieses Verständnis fast blind verlassen. Wir benötigen mittlerweile meist nur noch ein paar Worte, um dem anderen zu beschreiben, was wir wollen.“ Das Ergebnis ist blendend schön. Natürlich schimmert auch auf dem neuen Werk Gemmas traumwandlerische Fähigkeit durch, mit den dunklen, mysteriösen und zuweilen fast furchteinflößend melancholischen Elementen handgemachter Musik zu spielen. Zugleich ist da aber eine neue Lust auf Opulenz, Fröhlichkeit, Hoffung, ja schwingender Lebensbejahung, die ihr ausgezeichnet zu Gesicht steht. „Nachdem ich zwei Jahre häufig in abgedunkelten Räumen unter Quarantäne verbrachte“, sagt Gemma abschließend, „suche ich jetzt nach dem Licht, nach der Sonne.“ Das hört man – die Sonne ist angekommen. Und sie strahlt in wunderbar kaleidoskopischen Songfarben. | |||||||||||||||||||||||||||||
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